Gewürz-Lexikon: PARADIESKÖRNER

Gewürzname:

Beschreibung

Name: Aframomum melegueta

Pflanzenfamilie: Zingiberaceae (Ingwergewächs)

Aussehen: Paradieskörner sind kleine trockene Samen, die aus einer Kapsel geerntet werden. Jede Kapsel beinhaltet ungefähr 60-100 Körner. Die Pflanze hat eine schöne, für ein Ingwergewächs typische, trompetenförmige Blüte.

Geschichte: Paradieskörner aus Afrika waren im 5.Jahrhundert ein wichtiges Gewürz in Europa, besonders im Hinblick auf die noch fehlenden Seerouten nach Indien. Paradieskörner waren wichtig als Ersatz für schwarzen Pfeffer auch heute noch wird die westafrikanische Küste Pfefferküste genannt. Erst in der Renaissance wurden die Paradieskörner endgültig vom schwarzen Pfeffer verdrängt. Leider sind Paradieskörner nur noch Wenigen bekannt, meist werden sie in den Herkunftsländern verwendet. Hier in Europa sind Paradieskörner nur selten zu bekommen, wer sich mit den alten Gewürzmischungen auskennt schätzt sie allerdings sehr.

Gesundheit: In der westafrikanischen Kräutermedizin werden Paradieskörner als wärmendes Mittel gekaut.

Besonderheit: Wegen ihrer Ähnlichkeit mit schwarzem Pfeffer, wird die westafrikanische Küste auch "Pfefferküste" genannt.

Geruch und Geschmack: Paradieskörner schmecken würzig-scharf und haben einen warmen, leicht herben Nachgeschmack. Paradieskörner ähneln zwar dem schwarzen Pfeffer, haben aber nicht die intensive Schärfe.

Verwendung: Die Schärfe der Paradieskörner ist nicht so stark wie die des Pfeffers. Deswegen passt die Schärfe auch sehr gut zu Gemüse oder Fisch. Paradieskörner sind, wie auch alle anderen Gewürze erst vor der Verwendung zu mahlen.

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