Historie und Geschichte des Pfeffers

Geschichtlicher Hintergrund zum Pfeffer:



Pfeffer wird gerne als "König" aller Gewürze bezeichnet, nicht ohne Grund ...

Denn schon Alexander der Große brachte als erster Pfeffer aus Indien mit nach Europa.
Bis ins 15. Jahrhundert hatten die Araber bei Gewürzen aus Fernost die Hand im Spiel, sie beherrschten die Handelsrouten und belieferten Europa. In Europa war Venedig Dreh- und Angelpunkt des Handels mit Pfeffer und Co. Nirgends lagerten mehr Delikatessen, Stoffe und andere kostbare Handelsgüter. Zum Schutz der wertvollen Frachten wurden "Sicherheitsbegleitschiffe" zum Schutz eingesetzt und ausgefeilte, kodierte Nachrichtensysteme und Handelsniederlassungen für ausländische Händler entstanden.

Man kann sich vorstellen wie wichtig die Beherrschung der Handelsrouten war, denn das entscheidend für den wirtschaftlichen, wie politischen Aufstieg. Wenn wundert es, dass diese Gewürze, vor allen Dingen Pfeffer, Nelken und Zimt mit Gold aufgewogen wurde und um noch mehr Gewinn aus den edlen Gewürzen zu erhalten, wurden nicht selten Steinchen, Sand oder Wacholderbeeren dem Pfeffer zugemischt um ihn zu strecken.

Wissen Sie wie der Begriff "Pfeffersack" entstand?


Reiche, skrupellose Gewürzhändler wurde so genannt, ein antikes Schimpfwort also. Einer der reichsten deutschen Händler war Anton Fugger, er handelte außer mit Gewürzen und Salz auch mit Waffen und Soldaten. Päpste, Könige und andere Adlige waren seine Schuldner.

Die Verbreitung von Gewürzen und speziell des Pfeffers hängt direkt mit der Entdeckung des Seewegs nach Indien 1498 durch den Portugiesen Vasco da Gamas und der darauffolgenden Kolonisierung zusammen. Vasco da Gamas umsegelte das Kap der guten Hoffnung, durch den indischen Ozean an die Malabarküste und weiter bis zu den Molukken.

Der Seeweg nach Indien - ein Himmelfahrts-Kommando!

Auf der Abblilung links (Quelle: Wickipedia), sieht der Weg von Lisabon nach Goa an der Westküste Indiens gar nicht so weit aus ... nur einmal um Afrika seglen ... wenn man jedoch die 3D-Darstellung rechts (Quelle: Google maps) betrachtet, sieht man erst wie riesig Afrika ist - in unseren 2D-Landkartenkarten wird Afrika viel zu klein dargestellt ...

Wir kennen heute nur die Namen von den Entdeckern, die erfolgreich waren: Christopf Kolumbus, Vasco da Gamas etc. Die unzähligen Namen der Menschen, die gescheitert sind und Ihr Leben verloren haben, kennen wir meist nicht - wie so oft in der Geschichte: "the winner take it all" ...
Im Vergleich zur Entferung und den Naturgewalten auf Hohen See, war es ein Reise in einer "Nussschale" ins Ungewisse - ein (Höllen)Himmelfahrs-Kommando!

Warum waren Menschen bereit dieses Wagnis einzugehen?
Es war die Aussicht auf den direkten Zugang (ohne Zwichenhandel) zu den dammals gegehrtesten Handelsgütern der Welt:
Gewürze - vor allem Pfeffer.
Dieser "exklusive" Zugang zu Pfeffer & Co. bot die Aussicht auf einen gigantischen Reichtum - damit verbunden große Macht und Einfluss. Es ist nicht übertrieben zu behaupten, dass die Entdeckung der Erde maßgeblich durch Gewürze und Pfeffer bestimmt wurde. Erst sehr viel später kann das "wissenschaftliche Entdeckertum" als Sponsor für die bis dahin noch nicht entdeckten Flecken der Erde (Nord- Süd-Pohl, Teile des Amazonas etc.) hinzu.

Nach der Entdeckung des Seewegs nach Indien begann Portugal ab 1505 kleinere Küstenstützpunkte zu erobern.
Aufgrund der hohen Gewinnerwartungen aus dem Überseehandel mit Pfeffer und Gewürzen gingen seit Anfang des 16. Jahrhunderts weitere europäische Staaten wie England, Spanien, Holland und Frankreich dazu über, Entdeckungsfahrten und Kolonialprojekte zu betreiben.
Ab Mitte des 18 Jahrhunderts unterwarf die britische Ostindien-Kompanie weite Teile Indiens und kam somit auch in Kontakt mit der indischen Küche und deren Gewürze.

Die größe Fehlspekulation der Menscheit.

Diese Pfeffer-Gewürz-Goldgräberstimmung hat viele Stäfte (Brügge, Venedig, Amsterdam etc.) und Regionen in Europa sehr reich und mächtig gemacht.

Aber auch die Konkurrenz zwischen den europäischen Nationen war unerbittlich. Handelsstreitigkeiten, bei denen es um die Kontrolle der Gewürzinseln ging, eskalierten mehrfach zu bewaffneten Konflikten - die auch sehr oft zu Lasten der heimischen Bevölkerung ausgetragen wurden.

Einer dieser Englisch-Niederländischen Kriege endete 1667 mit dem Frieden von Breda. Bei diesen Verhandlungen einigten sich die Kontrahenten auf ein heute kurios wirkendes Tauschgeschäft.
Die Holländer bekamen die von den Briten entdeckte Insel Run - ein gerade einmal drei Quadrat-Kilometer große Insel im heutigen Indonesien - nur durch seine Muskatnussbäume interessant.
Da die Holländer auch alle anderen Inseln mit Muskatnüssen kontrollierten, hatten sie nun das absolute Monopol - der fehlende Mosaikstein zum "perfekten Bild", dem Muskatnuß-Monopol.
Dennoch haben die Briten aus heutiger Sicht das bessere Geschäft gemacht!
Denn sie erhielten im Tausch die viel größere (Halb)Insel Manhattan an der Mündung des Hudson-River. Zur damaligen Zeit einer kleinen Siedlung mit einem einfachen Hafen für den Handel mit Bieber-Fällen.

Die Gegend wurde dann auch gleich umbenannt - aus "Nieuw Amsterdam" wurde "New York" ... wegen ein paar Muskatnussbäumen haben die Niederländer New York - aus heutiger Sicht - verschenkt und damit langfristig gesehen, die wohl größte Fehlspekulation der Menschheit geschaffen ...

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